Gauheimatabend 2019 in Wangen

In Wangen gibt es farbiges Brauchtum in allen Facetten

13. Oktober 2019

Claudia Bischofberger

Beim Anblick der vielen farbenfrohen Trachtenträgern, die den Saal der Stadthalle in Wangen erfüllten, wurde selbst das Herbstlaub blass. Die Vorsitzende der Argentaler, Brigitte Kobel, war sichtlich gerührt, als sie bei ihrer Begrüßung den Blick über Hunderte von Gästen richtete, die der Einladung gefolgt waren.

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D`Schoßseer“ lassen das Brauchtum hochleben

D`Schoßseer“ lassen das Brauchtum hochleben

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Die Jugend des Bodenseegau Trachtenverbandes tanzte in der Stadthalle. (Foto: Trachtenverein)

  1. Mai 2018

Schwäbische Zeitung

Der Trachtenverein „D`Schoßseer Bad Waldsee“ hat sein 90-jähriges Bestehen groß gefeiert. In der Stadthalle folgten mehr als 200 Interessierte den Tänzen.

Die Jubiläumsfeier begann mit einer Feierstunde im Sitzungssaal im Rathaus. Bürgermeister Roland Weinschenk begrüßte den Trachtenverein und die Vorstände der Vereine des Trachtenverbandes vom Bodenseegau. Dabei war der Sitzungssaal für alle Gäste zu klein. Nach seiner Begrüßung übergab das Stadtoberhaupt das Wort an Barny Bitterwolf, der mit den Gästen gleich zwei Lieder einstudierte. Die Anwesenden sangen gerne mit. Außer einigem Brauchtum erklärte Bitterwolf noch die Sackpfeife. Anschließend wurde Peter Resl für mehr als 60 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein mit einer Ehrennadel ausgezeichnet. Vorsitzender Alfred Heiß junior gab einige Anekdoten aus der Chronik zum Besten.

Der Kirchgang fiel wortwörtlich ins Wasser. Auch ohne Musik versammelten sich die Trachtler mit den Gläubigen im Gotteshaus. Pfarrer Stefan Werner verstand es gut, die beiden Geburtstage – den 90. des Trachtenvereins und den Geburtstag der Kirche, der an Pfingsten gefeiert wird – zu vereinen. Das Evangelium wurde dann auf Schwäbisch vorgetragen und im zweiten Teil der Predigt tanzten die Schloßseer mit einigen Freunden im Chorraum zum Lied „Segne du Maria“.

Die Stadthalle war mit mehr als 200 Feiernden gut besucht. Nach dem Blumenwalzer zum Eröffnungstanz begrüßte Heiß die Gäste. Später sprach der Gauvorsitzende Werner Halder Aufmunterungen für den kleinen aber rührigen Verein – nicht ohne seinen Lieblingsslogan: „Laptop und Lederhosen“.

Bürgermeister Weinschenk ging in seiner Rede auf Heimat und Brauchtum ein – passend zum Trachtenverein. Beides sei gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. „In einem Haus, wo Freude herrscht, zieht auch das Glück gerne ein“, sagte das Stadtoberhaupt. Durch das Programm führten Kathrin Heiß und Reinhold Lampater. Die Gastgeber tanzten außer dem Blumenwalzer noch den Waldegger und den Insterburger Viergespann. Die Gauvolkstanzgruppe, verstärkt durch einige Schloßseer, tanzte außer dem Auftanz, den Weingärtler Rheinländer, den Nagelschmied, die Balettquadrille und den Orientexpress. Die Jugend des Bodenseegau Trachtenverbandes gab unter anderem den Neuer Klapptanz zum Besten. Der ganze Saal klatschte vor Begeisterung den Takt mit.

Besondere Aufmerksamkeit bekamen die Goiselschnalzer vom Trachtenverein Waldburg. Auch Werner Halder schnalzte mit. Die Trachtler des Patenvereins D`Auerbergler, die extra aus Bernbeuren angereist waren, brachten einen Ehrentanz zur Aufführung und übergaben ein großes Geburtstagsgeschenk. Für die Livemusik sorgten Margret Lampater und Albert Rankel.

Um Mitternacht gab es noch eine Überraschung: Trude Pfender, Gauchronistin aus Bad Saulgau, feierte ihren Geburtstag mit den Schloßseern.

Ehrungen im Rahmen der Hauptversammlung 2018 in Bad Waldsee

In Würdigung langjähriger Verdienste im Ehrenamt wurden für 15-jährige Funktionstätigikeit im Bodensee- Heimat- und Trachtenverband die Ehrenadel in Gold an Trude Pfender, Otto Berenbold und Holger Haga, für 20-jährige  Funktionstätigkeit die Ehrennadel in Gold an Egon Fackler, Eberhard Otto und Reinhold Lampater verliehen.

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Deutscher Trachtentag in Marburg/Hessen vom 23.03. – 25.03.2018

Am Freitag den 23.03.2018 traf sich der Bundesvorstand des DTV im Hotel Carle in Marburg-Cappel zur Vorstandssitzung.

Die Delegierten der Landesverbände trafen sich am Freitagabend zu einem Begrüßungsabend im Bürgerhaus in Cappel. Am Samstag folgte dann um 10.00 Uhr eine Beratung des Bundesvorstandes mit den Vorsitzenden der Landesverbände, im Rathaus in Marburg.

Zur gleichen Zeit gab es für die Delegierten eine sehr schöne und interessante Stadtführung durch Marburg mit ihren alten Fachwerkhäusern. Nach einer kurzen Mittagspause und einem kleinen Imbiss begann um 14.00 Uhr die Bundesgeneralversammlung im Hotel Vila Vita Rosenpark in Marburg.

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier übernahm dann die Verleihung des Prädikats „Tracht des Jahres 2018“ an die Marburger Evangelische Tracht. Nach der anschließenden Pressekonferenz und dem Fototermin ging es mit der Bundesversammlung weiter.   

Für die 200 Delegierten gab es dann um 19.00 Uhr einen Hessischen Heimat-und Begegnungsabend im Bürgerhaus in Marburg- Cappel. Verschiedene Vereine aus der Gegend um Marburg zeigten gekonnt, Volkstänze aus ihrer Heimat.

Den Abschluss des Deutschen Trachtentages wurde dann am Sonntag mit einem kleinen Trachtenumzug und einem sehr schönen Schlussgottesdienst in der evangelischen Kirche in Cappel begangen. 

Helmut Halbhuber erhält Heimatmedaille des Landes

(Südkurier Holger Kleinstück, 13.09.17) Für seine Verdienste um die Heimat ist Helmut Halbhuber aus Oberuhldingen in Karlsruhe mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Die Übergabe der Heimatmedaillen, die Finanzstaatssekretärin Gisela Splett für zehn Personen vornahm, bildete den Auftakt der Landesfesttage im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg, die in der vorigen Woche von der Stadt Karlsruhe ausgerichtet worden waren.

Von seiner Ehrung hatte Halbhuber erstmals Mitte Juli vom Regierungspräsidium Karlsruhe erfahren, im August erfolgte eine entsprechende Benachrichtigung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Am Mittwoch voriger Woche reiste der 69-Jährige mit seiner Frau Ida nach Karlsruhe, um dort zunächst eine Trachtenausstellung im Rahmen der Heimattage vorzubereiten, am Freitag folgte die Auszeichnung. Zuvor hatte Halbhuber an einer Altstadtführung teilgenommen, wobei er aber habe feststellen müssen, dass Karlsruhe als künstlich gegründete Residenzstadt keine Altstadt im üblichen Sinne aufzuweisen habe. „Ansonsten ist Karlsruhe sehr weitläufig und multikulturell“, sagt Halbhuber.

Helmut Halbhuber. | Bild: Holger Kleinstück

Der Begriff Heimat bedeutet dem ehemaligen Polizeioberkommissar sehr viel. „Denn damit lässt sich sehr viel Positives umschreiben wie etwa Geborgenheit, Zugehörigkeit, Liebe, Freude und Freunde“, sagt er. Die Bedeutung des Heimatbegriffes werde sehr schnell aus einem anderen Blickwinkel gesehen, sobald man sich weit von seiner Heimat entferne, so Halbhuber. Nicht einfach beantworten lässt es sich ihm zufolge, ob die Begriffe Heimat und Brauchtum in der heutigen Zeit noch eine Zukunft haben. Für einige bedeute der Begriff etwas Altes oder etwas Abgedroschenes. Helmut Halbhuber: „Von vielen wird der Begriff auch negativ belegt, da vor 1945 die Heimat und das Brauchtum missbräuchlich benutzt wurden.“ Sehr oft werde der Heimatbegriff heute lediglich zu kommerziellen Zwecken benutzt, beispielsweise im Musikbereich.

„Andere unserer Mitmenschen können mit dem Begriff aber auch positiv umgehen. Ich denke, es liegt an den Brauchtums- und Heimatpflegern, den Heimatbegriff positiv zu unterstützen“, sagt er. Halbhuber bedauert, dass junge Menschen der Heimatpflege eher ablehnend gegenüber stünden. „In meiner Schulzeit wurden wir noch durch Wald und Wiese geführt und es wurde uns unsere Heimat vor Augen geführt. Dann hat man auch gewusst, was in der Gegend des Wohnortes alles war. Heute wissen es unsere Kinder kaum oder gar nicht mehr. Das ist das, was mich bei der ganzen Sache etwas stört.“

Zur Person

Helmut Halbhuber wurde 1947 in der Niederlausitz (Sachsen) geboren und wuchs in Geisingen und Immendingen auf. Bis zu seiner Pensionierung 2007 war er seit 1976 in Meersburg und Überlingen als Wasserschutzpolizist tätig. Von 1984 bis 1990 war er stellvertretender, bis 2016 Vorsitzender der Trachtengruppe Uhldingen-Mühlhofen. Jahrelang war er im Bodensee Heimat-und Trachtenverband engagiert, von 1996 bis 2013 dessen Vorsitzender. Im Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Tübingen ist er seit 1996 Mitglied, von 2000 bis 2013 war er Vorstandsmitglied als Sprecher im Beirat des Arbeitskreises. Von 1997 bis 2001 war Halbhuber Vorsitzender des Landesverbandes der Heimat– und Trachtenverbände, bis Frühjahr 2017 stellvertretender Vorsitzender. Auch an dem im Vorjahr erschienenen Buch „Trachtenvielfalt in Baden-Württemberg“ war er maßgeblich beteiligt. Er ist Mitglied der Narrengesellschaft Oberuhldingen, war von 1988 bis 2001 Elferrat und Narrenmutter, von 2001 bis 2006 Präsident.

Seit acht Jahren ist er im Brauchtumsausschuss des Alemannisch Närrischen Rings tätig. Zudem engagiert sich der 69-Jährige im Uhldinger Gemeinderat und ist seit 2011 Vorsitzender der Freien Wähler. (hk)

 

 

Heimat- und Trachtenverband kämpft mit Mitgliederschwund

Vorstand wird bei der Mitgliederversammlung in Hergensweiler größtenteils wiedergewählt

SZ Hergensweiler isa Die Mitglieder des Bodensee-Heimat- und Trachtenverband werden immer weniger. Zählte der Verband vor zehn Jahren noch 2500 Mitglieder, so seien es heuer gerade mal noch 1900. Das zeigte sich auf der Mitgliiderversammlung in Hergensweiler. So hat sich der Verein in Ulm vergangenes Jahr aufgelöst und die Trachtengilde Riedlingen will aus dem Verband austreten. Der Vorsitzende Werner Halder sieht den Grund dafür in einer Entwicklung, von der auch viele andere Vereine betroffen sind: „Das Ehrenamt ist nicht mehr in.“ Er hofft dennoch, dass die Mitgliederzahlen wieder steigen. 

Immerhin blickte der Verband bei der Mitgliederversammlung in Hergensweiler auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Dort bestätigten die Delegierten auch den bisherigen Gauvorsitzenden Halder und sein 24-köpfiges Team. Im Großen und Ganzen blieb alles beim Alten. Die Mitglieder der 24 Heimat- und Trachtenvereine gaben zudem einen guten Eindruck über die Vielfalt von Brauchtum und Trachten im Gebiet des Verbandes, das von Oberschwaben übers Allgäu bis hin zum Bodensee reicht. Denn sie waren allesamt in der jeweiligen Stadt- und Dorftracht im Gasthof Sonne erschienen.

Vereint sind sie durch die gemeinsame Leidenschaft für Brauchtum und Tradition. Diese lässt die einzelnen Vereine im Verband zusammenkommen und das Brauchtum gemeinsam nach außen tragen. So auch im vergangenen Jahr, wo der Verband „sehr aktiv“ war, wie Vorsitzender Werner Halder die zahlreichen Veranstaltungen, Heimattage, Brauchtumsabende, Vereinsjubiläen und Trachtentage zusammenfasste, an denen der Verband teilgenommen hat.

25-jähriges Jubiläum der D’Leiblachtaler im Mai

Heuer ist einer der Höhepunkte der Gau- und Heimatabend anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums der „D Leiblachtaler“, der am 13. Mai in Hergensweiler stattfinden wird. Dort stehen Schuhplattler, Trachtentänze, Goißelschnalzer und Glockenspiel in der Leiblachhalle auf dem Programm.

Über ein ereignisreiches Jahr der 290 Mitglieder im Kindes- und Jugendalter berichtete auch der neue Gaujugendverbandsleiter Reinhold Lampater. „Wir wollen, dass wieder was vorwärts geht“, sagte er und kündigte an, dass er eine offene Repräsentationsgruppe gründen wolle, die die Verbandsjugend bei den anstehenden Festen und Veranstaltungen präsentiere.

Vorstand des Heimat- und Trachtenverbandes

Gauvorsitzender: Werner Halder
Stellvertreter: Ulrike Ganal, Helene Straub.
Gaukassier: Rudolf Tanner, Dieter Auchter (Stellvertreter).
Gauschriftführer: Reinhard Braun, Holger Haga (Stellvertreter).
Gauvorplattler: Wolfgang März, Alexander Bulach (Stellvertreter).
Gauvortänzer: Helga Kohlheim, Daniel Kobel (Stellvertreter, neu).
Gauzuschussbeauftragter: Silvia Halder (neu), Dieter Auchter (Stellvertreter).
Vertreterin für die Historische Tracht: Ida Halbhuber.
Vertreterin für die Allgäuer Trachten: Silvia Halder.
Gaurevisoren: Franz Hämmerle, Georg Gewinner.
Gaujugendleiter: Reinhold Lampater.
Gauchronistin: Trude Pfender.
Gaumusikanten: Holger Haga, Margret Lampater, Albert Rankel.
Gaufotograf: Anton Hirscher (neu).
Gaumusikantenwart: Holger Haga (neu).