Treu dem guten

  alten Brauch;  

  Sitt und Tracht 

  der Alten wollen  

  wir erhalten.

 

 

D’Argentaler feiern 100. Geburtstag mit Bankett und Festumzug

50 Trachtler aus 22 Vereinen des Bodensee-Verbandes sind dabei
Insgesamt 250 Trachtler aus dem Bodensee-Gau waren dabei, als es nach dem Gottesdienst in St. Martin in einem feierlichen Zug zum Alten Friedhof ging. (Foto: Vera Stiller)

Von Vera Stiller

Wangen „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten“. Dieses Motto stand über dem Fest, das der Heimat- und Trachtenverein D’Argentaler am Wochenende anlässlich seines 100. Geburtstages gefeiert hat. Immer wieder war aus den Ansprachen und Grußadressen, aber auch aus dem, was vor allem an Vorführungen beim Gauheimatabend geboten wurde, herauszuhören und abzulesen: die Trachtler der Bodenseeregion verstehen sich als große Familie.

Oberbürgermeister Michael Lang nannte die Argentaler beim Festbankett einen „Werbeträger der Stadt“ und zählte auf, an welchen Aktivitäten sich die Vereinsmitglieder über das Jahr verteilt beteiligen. Dabei fanden die internen Heimatabende ebenso Erwähnung wie das Kinderfest, die Kulturnacht und die Sommerabendkonzerte.

„Mit der Ausrichtung von Gaujugendtagen und Gauversammlungen wirken sie auch über das Stadtgebiet hinaus“, sagte Michael Lang. Werner Halder, der Vorsitzende des Bodensee- Heimat- und Trachtenverbandes, erinnerte daran, „dass es uns ohne die Wangener gar nicht geben würde“. Seien sie es doch gewesen, die 1921 Mitbegründer des Gauverbandes gewesen seien.

Trachtenfest im Jahr der Landesgartenschau

Mit einer spontanen Idee wartete Gunter Dlabal vom Trachtenverband Baden-Württemberg auf. Er, der auch Vize-Präsident des Deutschen Trachtenverbandes ist, ermunterte Stadtverwaltung und Argentaler zur Austragung des Deutschen Trachtenfestes im Jahr der Landesgartenschau.

„Der Trachtenverein ist einer mit Zukunft, weil die Generationen hier zusammenwirken“, war sich Landtagsabgeordneter Paul Locherer sicher. Und fügte weitere Gedanken hinzu: „Heimat ist, was prägt, was die Menschen wieder zusammenbringt.“ Anschließend richtete er an die Anwesenden den Appell, stets an das „Für- und Miteinander“ zu denken.

Die Feierlichkeiten am Samstag wurden mit einem Dankgottesdienst in St. Martin eröffnet. Wobei Pater Edmund Kesenheimer vom Kloster Reute in seiner Begrüßung das aussprach, was alle Besucher wohl empfunden haben mögen: „Selbst der Himmel freut sich über dieses außergewöhnliche Fest und die Vielfalt der Trachten.“ In seiner Predigt, der das Evangelium vom Senfkorn vorausgegangen war, stellte der Priester die Parallele zu „100 Jahre Argentaler“ her und sagte: „Man kann nur staunen, was aus kleinen Anfängen werden kann.“

Salut zu Ehren der Verstorbenen

Nachdem der Gesang des Jubilate Chores aus Haslach und das Glockenspiel des Vereins verklungen sowie der Tanz der Gaujugend beklatscht worden war, ging es in einem feierlichen Zug zum Alten Friedhof. Hier schossen die Männer der Bürgergarde Gegenbach zu Ehren der verstorbenen Mitglieder Salut, Mitglieder des Bodensee- Heimat- und Trachtenverbandes legten am Ehrenmal einen Kranz nieder.

Von hier aus in der liebevoll geschmückten Alten Sporthalle angekommen, entfaltete sich der Gauheimatabend in seiner ganzen Pracht. Einzelne Trachtenvereine und Volkstänzer drehten sich zu Walzer-, Polka- oder Mazurka-Klängen, es wurden zünftige Plattler vorgeführt und die Schellen zum Klingen gebracht.

Natürlich durften auch die Goisler nicht fehlen. Den feierlichen Abschluss der Darbietungen bot der von den Lindauern präsentierte „Kronentanz“, der zweifellos zu den schönsten und auch schwierigsten Figurentänzen zählt.

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